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THEMA: Die Ursache von Gicht (Harnsäure)

Die Ursache von Gicht (Harnsäure) 14 Sep 2011 14:18 #621

  • Nathan
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Die Ursache von Gicht (Harnsäure) ist der Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes begründet.

Sicher spielt auch die Ernährung bei Gicht eine gewisse Rolle, doch wie beim Cholesterin auch wird Harnsäure, die sich für Gicht verantwortlich zeigt überwiegend im Stoffwechsel selber hergestellt.
Die Summe der Harnsäure, ob über Ernährung oder Stoffwechsel macht die Mengenschwelle zum Gichtanfall aus!

Ein Gichtanfall tritt Anfangs meist wegen der Erdanziehung und unserem aufrechten Gang unter den Großzehen-Grundgelenken an den Füssen auf und führt dort zu Entzündungen, die am besten so beschrieben werden können, als wenn man Glassplitter in die Gelenke einreiben würde, eine Zeit lang darauf herum hüpft bis die Schmerzen unerträglich werden.
Dann reicht ein Windhauch oder die Berührung eines Bettlakens um weitere unerträgliche Schmerzen herbeizuführen.
Das was die Wissenschaft darüber weiß, ist das Gicht durch Harnsäure verursacht wird, die aus dem Purin-Stoffwechsel entsteht.
Purine sind in einigen Lebensmitteln mehr oder minder enthalten und wir können uns kaum ganz frei von Purinen ernähren.
Es verhält sich ähnlich wie mit dem Cholesterin, welches auch im Stoffwechsel selber entsteht und über die Nahrung zusätzlich zugeführt wird.
Man kann getrost davon ausgehen, dass alles was wir mit der Nahrung an Stoffen aufnehmen, auch in unserem Stoffwechsel selber produziert wird.
Meist sind die Mengen die im Stoffwechsel selber entstehen viel gewaltiger als die mit der Ernährung zugeführten.
Wenn wir uns mit den Stoffwechselprozessen in unserem Organismus befassen, dann werden wir erkennen das Stoffe die uns schädigen, die wir zu uns nehmen und die im Stoffwechsel selber entstehen, durch unser Chemiewerk Organismus abgebaut und/oder ausgeschieden werden.
Hierzu benötigt unser Organismus dringend Hydrogenkarbonate die auch Bikarbonate genannt werden. Sie sind amphotere magnetische Kettenglieder, die unsere Organe benötigen um solche uns schädigenden Stoffe zu verstoffwechseln und/oder auszuscheiden.
Da Hydrogenkarbonate Kettenglieder für Säuren wie für Basen gleichermaßen sind, spielt es eine entscheidende Rolle aus welcher Herkunft sie hervorgegangen sind.
Sind sie aus der Bindung von Wasser und CO2 entstanden, können sie zwar solche positiven Stoffwechselaufgaben übernehmen, aber sie hinterlassen bei ihrer Tätigkeit einen sauren Bindungspartner (CO2), der das noch Blut noch saurer macht als es nur durch Wasser und CO2 eh schon ist, weil sich ein geringer Teil des CO2 und Wassers in Kohlensäure verstoffwechselt.
Würden die Bikarbonate aber aus der Bindung Wasser und Karbonate hervorgehen, wäre es ein Wunder welches es nicht gibt, aber Wasser-Karbonate und Säure (z.B. Brausepulver) bringen ebenfalls diese lebenswichtigen Hydrogenkarbonate hervor.
Dieses bedeutet dass im Blut vorhandene Säuren bei der Bildung von Hydrogenkarbonaten neutralisiert also dem Blut entzogen wird, wogegen CO2 und Wasser erst die Säure bilden!
Die Wissenschaft erkennt diese beiden unterschiedlichen Entstehungsarten von Bikarbonat anscheinend nicht oder es ist in Vergessenheit geraten und betrachtet im Säure-Basen-Gleichgewicht lediglich die Summe der Hydrogenkarbonate aus beiden Entstehungsformen und rechnet sie fälschlich noch direkt den Basen zu!
Dieser kleine Ausflug in die Chemie und in unseren Stoffwechsel war nötig damit Sie nun verstehen können wie Säuren in unserem Organismus entstehen und wie sie wieder neutralisiert und verstoffwechselt werden können.
Harnsäure, dieses besagt der Name schon, ist eine Säure die in unserem Stoffwechsel entsteht wie viele andere Säuren auch. (Milchsäure, Glutaminsäure (an dieser Stelle Gruß an Frau Bär), Vanillin-Mandelsäure usw. usw. usw.)!
Säuren definieren sich in Wasserlösungen ausschließlich über den pH-Wert was bedeutet, dass all diese Säuren, die im Stoffwechsel entstehen oder die wir über die Nahrung aufnehmen, den pH-Wert unserer Körperflüssigkeiten absenken.
Den Säuren stehen als Basen die Alkalien gegenüber, die dafür Sorge tragen dass z.B. unser arterielles Blut welches der Versorgung unserer Organe dient einen pH-Wert aufweist der mit pH 7,45 über der Neutral-Grenze von pH 7, also im basischen Bereich liegt.
Säuren und Basen gibt es im Grunde nicht für sich alleine, wie auch Dauermagneten die Nord- und Südpol besitzen, sondern sie haben immer Bindungspartner der ebenfalls der Säure oder der Base zugerechnet werden kann und ein eine solche Bindung mehr oder wenigen sauer oder basisch macht.
Wieder zurück zur Harnsäure, die aus einem basischen Stoff besteht, der an Wasserstoff gebunden ist und beide zusammen ungleichgewichtig einen niedrigeren pH-Wert als pH 7 ergeben, also als Säure betrachtet werden.
Wenn Säuren oder Basen sich chemisch gelöst in den Körperflüssigkeiten befinden, richten sie chemisch reizende Schäden an unseren Zellen an die bis zur Zellzerstörung reichen und wenn sie nicht mehr chemisch gelöst vorkommen, weil ihre Menge zu groß geworden ist, dann werden sie aus den Körperflüssigkeiten ausgefällt.
Dieses bedeutet das sie in den festen, kristallinen Aggregatzustand übergehen und in dem Moment sind sie auch chemisch z.B. im Blutbild nicht mehr feststellbar, obwohl sie in fester Form noch vorhanden sind!
Diese nun in kristalliner Form auftretende Harnsäure verursacht physikalische Reibung und Gelenken, Knorpeln, Knochenhaut etc. und führt dort zu Verletzungen und Entzündungen, die wir Gicht nennen!
Aber da die Harnsäure im Blut im gesamten Organismus rotiert, treten diese Kristalle der Harnsäure auch in anderen Gelenken oder auch Gewebebereichen auf.
Sie bilden Gicht-Knötchen z.B. auf der Rückseite Ohren, die man als feine Gnubbel erfühlen kann oder sie führen zu den typischen Gichtknoten an den Fingergelenken.
Im Grunde wird die Harnsäure in allen Organregionen abgelagert um sie eben chemisch aus dem Blut herauszuhalten damit die chemisch viel gefährlicheren Schäden geringer ausfallen.
Alle sichtbaren Gicht-Schäden sind im Grunde nur Symptome dafür, dass die Harnsäure ausgefällt wurde, weil den Säuren in unserem Organismus insgesamt nicht genügend Basen gegenüber standen.
Diesen Zustand nennt man auch ein gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht!
Meine fühlbaren Knötchen hinter den Ohren sind innerhalb von 3 Jahren verschwunden genauso wie die Gichtanfälle und die hohen Harnsäure-Werte, weil ich meine Basen-Seite mit Natrium-Hydrogenkarbonat und Kalium-Hydrogenkarbonat aufgefüllt habe.
An meiner Ernährung habe ich nichts geändert, ich esse gerne weiter Lebensmittel die viel Purin enthalten welches in Harnsäure verstoffwechselt wird und diese schadet mir nicht mehr, weil so die Säure insgesamt neutralisiert wird!
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Re:Die Ursache von Gicht (Harnsäure) 14 Sep 2011 14:30 #623

  • IPEV
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Hallo,

Basenpräparate, welche Carbonate und Bicarbonate (Hydrogencarbonate) enthalten, z.B. Natriumbicarbonat führen in erster Linie zu einer Neutralisierung der Magensäure. Die entsprechende Menge Magensäure wird nachproduziert, wobei auch gleichzeitig auf der Blutseite Basen entsteht, die rasch über den Urin wieder ausgeschieden werden, da der pH-Wert des Blutes streng konstant gehalten werden muss. Der basiche Effekt findet an einem Ort statt, wo Säure für die Verdauung gebraucht wird.
Für eine Entsäuerung des Körpers sind Basenpräparate mit organischen, basischen Mineralstoffe auf Citratbasis wichtig. Diese haben keinen magensaftneutralisierenden Effekt und beeinflussen dadurch nicht die Verdauung. Die Citratverbindungen, wie z.B. Magnesiumcitrat bleiben von der Magensäure unberührt, sie werden direkt im Dünndarm aufgenommen und gelangt so in den Stoffwechsel. Bei der Verstoffwechslung der organischen Mineralsalze in der Zelle wird Säure verbraucht, also überschüssige Säure gebunden.

Ebenso wird Citrat benötigt, um Harnsäure auszuscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
IPEV
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