Citrattherapie

Citrattherapie – eine neue Sichtweise der Wirksamkeit von Mineralstoffverbindungen

Die Mineralstofftherapie hat zur Prävention und Behandlung vieler Volkskrankheiten eine große Bedeutung. Häufig ist bei dieser Anwendung von Mineralstoffen nicht berücksichtigt worden, in welcher Form bzw. Verbindung der Mineralstoff gegeben wurde. Mineralstoffverbindungen setzen sich grundsätzlich aus dem Kation (wie z.B. Mg und Ca) und dem jeweiligen Anion zusammen. Die Anionen haben dabei eine wichtige Funktion für die Bioverfügbarkeit einzelner der jeweiligen Kationen. So konnte gezeigt werden, dass Mineralstoffe aus organischen Verbindungen generell besser in den Körper aufgenommen werden als aus anorganischen. Insbesondere die Salze der Citronensäure (Citrate) zeigen eine hohe Bioverfügbarkeit.
Bei der Betrachtung der Wirksamkeit von Mineralstoffen wurde jedoch bisher nur wenig berücksichtigt, dass auch das Anion selbst einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann.

Umfangreiche Untersuchungen zeigen, dass gerade die Citrate einen wichtigen Beitrag zum Erfolg einer Mineralstoffsubstitution leisten bzw. den Erfolg sogar alleine ausmachen. Bei der Citrattherapie steht der basische Effekt, der bei der Verstoffwechselung der Citrate entsteht, im Vordergrund. Hierdurch kann eine extrazelluläre Übersäuerung, die oft Ursache von Schmerzen ist, ausgeglichen werden.
Sowohl bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen als auch bei Rheumapatienten verbesserte sich die Schmerzsymptomatik und Beweglichkeit durch eine Citrattherapie erheblich.
Auch bei Migränepatienten konnte eine erfolgreiche Magnesiumtherapie nur in Form des Magnesiumcitrats erreicht werden. Sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität der Migräneattacken wurde erheblich durch die hochdosierte Gabe von Magnesiumcitrat verringert.

Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass bei Frauen mit Osteopenie (einer Vorstufe der Osteoporose) eine Verbesserung der Knochendichte nur durch die Gabe von basischem Kaliumcitrat aber nicht durch neutrales Kaliumchlorid erreicht werden konnte.  Bei Osteoporosepatienten führte Magnesium in Form von Magnesiumcitrat gegeben ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung von Knochenparametern ohne dass die Serummagnesiumkonzentration beeinflusst wurde. Ebenfalls ein Hinweis auf die Wirksamkeit des Citrats. 

Bei der Citrattherapie wird der basische Effekt genutzt, um Schmerzen zu vermindern und chronischen Erkrankungen vorzubeugen.  Die Citrattherapie stellt somit eine neue Sichtweise zur Wirksamkeit einer Mineralstoffsupplementierung  bei verschiedenen Volkskrankheiten dar.